Uhren, Lampen, Fernseher, Kühlschränke, Staubsauger, Matratzen, Türklingeln und Türschlösser. Dies ist keine vollständige Liste der Produktkategorien, die in den letzten Jahren mit verschiedenen Lösungen bereichert wurden, die gemeinsam als „smart“ bezeichnet werden. Zu dieser Liste könnte man natürlich noch Häuser oder allgemein Immobilien hinzufügen. Was ist jedoch ein wirklich intelligentes Haus?
Geht es darum, dass die Vorhänge sich automatisch öffnen und schließen, oder vielleicht darum, dass dies für die Aufrechterhaltung des thermischen Komforts gar nicht notwendig ist? Die Ingenieure von Budizol haben eine Reihe von Lösungen entwickelt, die auf letzteren Zweck ausgerichtet sind. Sie nannten sie zusammen Energie³.
Realität: etwas graues, etwas hybrides
Steigende und unsichere Energiepreise sowie ökologische Trends ermutigen immer mehr Menschen, energieautarkes oder möglichst energieeffizientes Bauen zu erwägen. Wie kann man solche Ergebnisse erzielen? Zum Beispiel durch Nutzung der natürlichen Eigenschaften gängiger Materialien: Beton und Holz.
Beton hat eine hohe Wärmekapazität, die man noch erhöhen kann, etwa durch Einbetten von Phasenwechselmaterialien. Diese Wärmekapazität kann noch effizienter genutzt werden, wenn man Wände oder Decken beheizt statt Fußbodenheizungen oder Standardheizkörper verwendet. Beton wird auch allgemein mit Solidität assoziiert und eignet sich daher als Basismaterial mit großem kommerziellen Erfolgspotenzial.
Holz ist hingegen ein hervorragender Wärmedämmer. Das prädestiniert es zum Hauptbaumaterial für Außenwände oder Dachkonstruktionen. Wenn alles zusätzlich vorgefertigt ist, verkürzt das die Bauzeit und vermindert damit verbundene Unannehmlichkeiten und Verschmutzungen. Man kann auch von hybrider Vorfertigung auf Konstruktionsebene sprechen. So lassen sich sowohl Häuser (freistehend, Doppelhäuser, Reihenhäuser, Stadtvillen) als auch größere Gebäude (Mehrfamilienhäuser, Bürogebäude, Hotels, öffentliche Bauten) realisieren.

Lösung: integriert und umfassend
Natürlich sind die Wände nur ein Element. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, müssen drei Bereiche berücksichtigt werden. Diese sind:
- sehr gute Wärmedämmung aller Außenbegrenzungen (Fundamente, Streifenfundamente, Wände und Dachflächen)
- Ausstatten mit einer Lüftung mit Wärmerückgewinnung
- Nutzung passiver Energien: Sonnenenergie, aus Luft, Wasser, Gestein und Boden
Daher Energie³ – hoch drei in Bezug auf Lösungen und auf das Volumen, dessen Beheizung und Kühlung enorme Mengen Energie verschlingt. Welche Effekte sind zu erwarten, wenn diese Lösungen angewendet werden? Thermischer Komfort im Inneren, eine saubere Umwelt außerhalb und niedrige Rechnungen für genutzte Medien auf dem Konto.
Und woher stammt die Idee bei Budizol? Sie reifte natürlich über Jahre der Tätigkeit als Generalunternehmer, geprägt durch die Beobachtung der Schwachstellen traditioneller Bauweisen. Konkretisiert wurde der Plan nach einem Besuch im Passivhaus-Institut in Darmstadt und einem Modell-Passivhaus, gebaut vom Zentrum für Passivhausbau der Fakultät für Bauwesen und Umwelttechnik der Technischen Universität Posen.

Weg zur Umsetzung: durch die Fabrik
Für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen war der Bau einer neuen Fabrik nötig. In der Toruńska-Straße in Włocławek – gegenüber den gigantischen Anlagen von ANWIL S.A. – entstand eine relativ kleine Fabrik: drei Hallen mit den Gesamtmaßen 18×150 Meter. Ihre Stärke liegt jedoch nicht in der Größe – die kürzlich um weitere Hallen erweitert wurde – sondern in Flexibilität und Möglichkeiten, einschließlich der Fähigkeit zur Fertigung vorgespannten Betons.
Bei der Planung der Fabrikausstattung wurde auf viele Aspekte geachtet, deren ausführliche Erläuterung den Rahmen dieses Beitrags sprengen würde. Erwähnt sei nur ein Aspekt, der das Umweltbewusstsein und die Kosteneffizienz gut widerspiegelt: Dank einer Spezialmaschine werden Bewehrungen aus gewelltem Stahl, geliefert als aufgerollte Coils, hergestellt und nicht aus geraden Stäben. Das reduziert erheblich die Abfallmenge.
Vorproduzierte Gebäude, gefertigt mit der Energie³-Technologie umfassen:
- Einfamilienhäuser (z.B. budiHOME)
- Wohngebäude (z.B. Sprzeczna 4)
- Bürogebäude (z.B. Tertio Ponte)
Alle werden in der Fabrik hergestellt, auf spezielle Anhänger zur Baustelle transportiert und „am Stück“ montiert, ohne dass vor Ort ein Lager benötigt wird. Nach Abschluss der Montage zeichnen sich diese Immobilien beispielsweise durch das Fehlen traditioneller Heizkörper aus.